Noch ein wichtiger Hinweis an die Besucher der "alten" Heimat !

Der Zustand der Gebäude in den Städten und Dörfern ist nur mit der geschichtlichen Entwicklung nach 1946 zu verstehen.

Nach der Machtübernahme der Kommunisten in Polen gab es kein Privateigentum (an den Häusern). Alles war im Staatseigentum, ebenso gab auch kein Baumaterial zu kaufen, es wurde alles zugewiesen ( auf Zuteilungsscheine).
 So gab es für die "Alten" Häuser kein Baumaterial !

 Die Kirchen waren davon nicht betroffen, da sie von westlichen Kirchen mit Devisen  unterstützt wurden.

Seit 1991 gehen die Bemühungen zur Privatisierung.
Da aber die Bevölkerung  nach der "Wende" das gesamte ersparte Geld durch die Inflation verloren hat, geht der Übergang in das Privateigentum  nur  langsam vonstatten.
Deswegen geht auch die Instandsetzung der Städte und Dörfer langsam aber stetig voran; es wird solange gebaut, bis das finanzielle Pensum erschöpft ist. 
Danach wird gespart und dann geht's weiter, denn Kredite sind sehr teuer. 

In den Letzten Jahren sind zusätzlich die Jungen Leute aus den Dörfern  wegen Arbeitsmangel in die Städte gezogen. In den Dörfern sind vor allem die Älteren  Bewohner mit einer sehr geringen Rente (ca: 800 Zl ~180€) übrig geblieben. Dadurch ist auch die Renovierung der Häuser entsprechend.

Der Verdienst liegt heute bei ca. 10-25 Zloty in der Stunde 
   ( 1 Zloty ~ ca. 0,25 € )

Bitte bedenken Sie das,
bevor Sie Kritik an dem Zustand  der Städte und Dörfer üben !.