Habelschwerdt  

Bystrzyca Kłodzka

Der Anfang der Stadt Habelschwerdt war eine Siedlung, die am Handelsweg von Prag zur Ostsee errichtet wurde. Diese Siedlung wurde durch  in der Nähe liegenden Dörfer ergänzt. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts stammt das älteste Baudenkmal – St. Erzengel Michael – Pfarrkirche. Vom 04. Juli 1319 stammt eine  der ältesten Dokumente der Stadt Habelschwerdt.

 In der unruhigen Epoche des Spätmittelalters ist die Stadt vor den Kriegen und Unruhen nicht verschont worden. Im 15. Jahrhundert erlebte die Stadt die Hussiteneinfälle. Habelschwerdt wurde geplündert und im Jahre 1475 brannte die Stadt vollständig nieder, sie erlebte auch eine Seuche. Danach wurden sie im Renaissancestil wiederaufgebaut. Die Holzbauwerke wurden durch Mauerbauwerke ersetzt, die Straßen wurden mit Pflaster belegt, man hat Stadtwasserleitungen gebaut. Wie das ganze Schlesien erlebte auch die Stadt eine gute Zeitperiode. Reiche Bürger errichteten viele schöne Wohnhäuser und  Paläste, die man heute noch besichtigen kann.  Der Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges und Konflikte verbunden mit der Gegenreformation erschütterten das Leben. Aus dem 18. Jahrhundert, in dem man viele sakrale Bauwerke gebaut hat, stammen die Kirchen: die Maria – Schnee Pilger Kappelle auf dem Spitzberg, Holzkirche in  Neuweistritz  und die Kirche in Hohndorf. Die Schlesischen Kriege brachten wieder eine Zeitperiode der Unruhen. Seit dem Jahre 1818 Habelschwerdt  Kreisstadt. Mitte des 19. Jahrhunderts baute man die Eisenbahnlinie. Aus dieser Zeit stammt auch das neue Rathaus. Ab 1946 begann durch die Verstaatlichung allen Privateigentums der verfall der Stadt, bis ab 1991 die Privatisierung den verfall langsam stoppen konnte.   

Der "größte Sohn" der Stadt ist der Dichter Hermann Stehr, der 1864 hier geboren wurde und auf dem Floriansberg 1940 beigesetzt worden ist. 

Der Malerwinkel an der Glatzer Neiße in  Habelschwerdt